
C-Files: Tell Saga ist ein Medienprojekt, das vorgibt, ein Blockbuster über die Gründungssaga der Schweiz zu sein. Ein aufwendiger Werbetrailer, eine Making-of-Dokumentation, eine Medienkampagne, ein Drehbuch inklusive Filmstills, Plakate und Flyer bewerben das angekündigte Produkt, jedoch bleibt offen, ob es den Film tatsächlich gibt …
C-Files: The Tell Saga kreuzt auf intelligente und überraschende Weise die Geschichte des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell mit der Science-Fiction-Serie The X-Files. Erzählt wird die Geschichte der beiden Agenten des Swiss Bureau of Investigation (SBI), AJ Gossolt und AJ Hedinger, die an einer Folge von mysteriösen Morden und Entführungen ermitteln. Bei ihrer Recherche werden Agent Gossolt und seine Partnerin (Martina Keller) selbst entführt: Unverhofft finden sie sich in der Schweiz des 13. Jahrhunderts wieder, wo Gossolt die Rolle des abwesenden Wilhelm Tell übernehmen muss, der seinerseits ins 21. Jahrhundert transferiert wurde und bewusstlos in einem Spital in Luzern liegt. Währenddessen versuchen Agent Hedinger und seine Partnerin (Evelyn Bucher) das plötzliche Verschwinden von Gossolt und Keller zu klären, stossen dabei aber auf ein Komplott der Regierung mit Ausserirdischen. Dank der Hilfe eines bis zuletzt unerkannten Mentors (Norbert Klassen) und eines geheimnisvollen Orakels (Oscar-Preisträger HR Giger) gelingt es Gossolt und Hedinger zum Schluss, die Schweiz zu retten und die Erde vor der Fremdkolonisation durch Ausserirdische zu bewahren. Doch jetzt beginnen die Probleme erst richtig … «Two thumbs way up!» (Ebert & Roeper, ABC-TV).
C-Files: Tell Saga erfährt 2000 eine erste grosse Präsentation im Kunsthaus Zürich und wird anschliessend 2001 von Harald Szeemann an die Biennale von Venedig eingeladen, wo das Projekt als Grossinstallation (18 x 35 m) inklusive Setbauten und Plakaten gezeigt wird. Publikation Johannes M. Hedinger/Marcus Gossolt (Hrsg.), C-Files: Tell Saga – Das Buch zum Film, 160 Seiten, mit einem Text von Johannes M. Hedinger, erschienen im Verlag Edition Fink, Zürich 2001, ISBN 3-906086-37-2; 1. Auflage 2000 (vergriffen).
Filme
C-Files: Tell Saga. Trailer (Trailer), Video Beta SP, deutsch, E UT, 3’45’’ (2000) C-Files: Tell Saga. Making Of (Making Of), Video Beta SP, deutsch, 8’48’’ (2000) C-Files: Tell Saga. Episode # 3 (Videoinstallation), DV, 9’ (1999)
Präsentation
Biennale Venedig, Kunsthaus Zürich, Kunst-Werke KW Berlin, Govett-Brewster Art Gallery New Plymouth, Kunstmuseum St. Gallen, CCA Center of Contemporary Art Kiew, Galerie Barbara Thumm Berlin, Akademie der Künste Berlin, Galerie Bob Gysin Zürich, Raum für aktuelle Kunst Luzern, Heuwaage Basel, Forum der Schweizer Geschichte Schwyz, Linienstrasse 155 Berlin, Swiss Art Awards Basel, Centre PasquArt Biel
Mitarbeit
Tonio Krüger, Valentin Jeck (beide Kamera), Reto Waser (Schnitt), Manuel Stagars (Musik), Renatus Mauderli (Produktion), Carol Luchetta (Kostüm), Matthias Fankhauser (Acting Coach), Tabea Guhl (Grafik, Assistenz Film), HR Giger, Markus Merz, Eveyln Bucher, Martina Gaus-Keller, Norbert Klassen, Gilgi Guggenheim, Marianne Prenger (alle Schauspiel), Georg Rutishauser (Gestaltung Buch), Stefan Rohner (Foto), Can Asan (Grafik, Bildbearbeitung), Leo Bösinger (Fotografie), Marco Leisi (DVD), Harald Szeemann, Tobia Bezzola, Greg Burke, Liudmila Mosiuk, Rüdiger Lange, Koni Bitterli (alle Kuration)
Unterstützung
View Productions, RWB Film, Kunsthaus Zürich, Ars Rhenia Stiftung, Biennale Venedig, Bundesamt für Kultur, Camel Move, Barclay, Hulda und Gustav Zumsteg-Stiftung, Lista, Migros-Kulturprozent, Stiftung Erna und Curt Burgauer, Star TV, Mountain DV Solution, Bild+Ton, ciné mask, APG, Audiobox, Näf Holzbau, Colombo, Tell Freilichtspiele Interlaken, Museum HR Giger, René Lezard, Galerie Barbara Thumm, Sammlung Hauser und Wirth