
Für eine vorerst einmalige Zusammenarbeit suchen Marcus Gossolt und Johannes M. Hedinger 1997 einen Firmennamen. Da sie bei der geplanten Aktion Carreise als kommerzielle Firma auftreten wollen und ihnen der Aspekt der Kommunikation wichtig ist, wählen sie einen dementsprechenden Namen und ein Logo. Das Label Com&Com steht ursprünglich für commercial communication und operiert weitgehend nach dem Vorbild einer Firma, persifliert dies jedoch gleichzeitig. Von Beginn an wird grosser Wert auf den Aufbau einer stringenten Corporate Identity und eines stringenten Corporate Design gelegt. In den ersten Jahren entstehen kaum klassische Kunstwerke, sondern im Zentrum steht der Aufbau der Marke Com&Com und die Bewerbung des Logos und der Firmengründer Gossolt und Hedinger, die sich in den ersten Jahren AJs (=Art Jockeys) nennen. Com&Com bedient sich in dieser Phase vorhandener Kommunikationssysteme und thematisiert die ökonomischen und medialen Aspekte innerhalb der Kultur und Gesellschaft. Das bunte Erscheinungsbild von 1997 erfährt 2002 ein umfangreiches Rebranding (u. a. neues Logo, neue Website). Com&Com erscheint nun internationaler. 2003 wird Com&Com auch als reale GmbH ins Handelsregister eingetragen. Gleichzeitig verabschiedet sich Com&Com jedoch von Labelkult und Selbstinszenierung, und die Künstler treten als Personen hinter den Label und das Werk zurück. Inhaltlich verschieben sich die Arbeiten Richtung Partizipations- und Kollaborationsprojekte. Nach einer weiteren längeren inhaltlichen Repositionierung (2005–2009), die Com&Com hin zu originären Werken führt, wird 2010 auch äusserlich mit dem alten Erscheinungsbild gebrochen. Com&Com erfährt sein zweites Rebranding (neues Logo, Redesign der Website).
Website
www.com-com.ch
Mitarbeit
Adrian Elsener (Logo 1), Tabea Guhl (Logo 2), Franziska Erisken (Website 1), Elisabeth Ersinger und David Broz (Website 2), Valentin Binnendijk (Website 3 und 4)