
Com&Com hat mit der Ironie und Provokation gebrochen. An den Anfang stellen die Künstler programmatisch ein Manifest (first postironic manifesto, 2008). Darin ruft Com&Com zur Wiederentdeckung der Schönheit im Alltag und Einfachen, zur Huldigung des Authentischen und zur Feier der Kreativität und Einzigartigkeit jedes Einzelnen auf. Zentrale Aspekte postironischer Werke und Aktionen sind Neugier, Nachhaltigkeit, Social Responsibility und Sinnstiftung. Diese Neuausrichtung spiegelt sich sowohl in singulären Werken (Grafiken, T-Shirts, Texten (Dictum), Skulpturen (Ender) und Zeichnungen (Zeichnungen) als auch in Kollaborations- und Partizipationsprojekten wie Making Ideas, Diskussions- und Bildungsprojekten wie dem Postirony-Blog oder dem Projektseminar «Kommunikation und kulturelle Innovation im Zeitalter der Postironie und Utopie 2.0» an der Universität Hamburg (SS 2009) wider.
www.postirony.com
Das postironische Manifest (2008) in deutscher Übersetzung:
1. Wir leben im postironischen Zeitalter. Ironischer Zweifel ist nur noch zur Lebensart erhobene Unzufriedenheit.
2. Wir beginnen das Verfahren des Zweifelns anzuzweifeln.
3. Wahrheiten sind nicht länger unbedingt, sondern vorübergehend, wie es dem augenblicklichen Zweck gerade dienlich ist.
4. Die Welt ist mehr als sie ist.
5. Das Alltägliche dient als Versuchsgelände für den menschlichen Geist.
6. Alles ist erfüllt von Zauber und Schönheit.
7. Schönheit kann uns dazu anregen, bessere Menschen zu werden.
8. Aus Schönheit kann Liebe erwachsen.
9. Aus der Liebe folgt Wahrheit.
10. Wir stehen an der Schwelle zu einer wunderbaren Sache: vor der Wiedergeburt unserer Selbsterschaffung. Postironie meint völlige Vorstellungs- und Gestaltungsfreiheit.
Präsentation
Universität Hamburg, Kunstmuseum St. Gallen, Whitesquare Gallery Las Vegas, VFO Zürich, Galerie Bernhard Bischoff und Partner Bern, Centre PasquArt Biel
Mitarbeit
Daniel Schmid (Grafik, Foto), Peter Kupka (Airbrush), Fabian Kaiser (Foto), Torsten Meyer, Markus Reuter, Theresa Riess (alle Blog, Vermittlung)